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Newsletter Nr. 30

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Juni 2020
www.adivasikaffee.deThemen: Corona/Wanderarbeiter/Arundhati Roy/AdivasipfefferCorona in Odisha und IndienCorona in Odisha und in Indien
Der indische Bundesstaat Odisha, in dem unser Projekt beheimatet ist, wurde bisher kaum von dem Coronavirus erfasst. 5962 waren bis heute positiv getestet. 17 sind gestorben. Odisha hat 42 Millionen Einwohner.
In ganz Indien wurden 8 Millionen Tests bis um 25.Juni durchgeführt.
490000 waren positiv und 15301 starben.
Auch in Indien flacht sich die Kurve etwas ab. So ist zu hoffen, dass trotz der engen Wohnverhältnisse, insbesondere in den Slums von Bombay sich die Pandemie nicht so entwickelt wie vor 100 Jahren die spanische Grippe. Damals hatte Indien weltweit die höchsten Opferzahlen: 20 Millionen 

500 000 Wanderarbeiter sind aus den großen Zentren nach Odisha zurückgekommen.Insgesamt ca 400 Millionen Wanderarbeiter machten sich nach dem Lockdown auf den Weg nach Hause. Ohne Arbeit, Geld und Brot.  Sie haben ein unglaubliches Elend durchgemacht.

  The Wire ist eine indische Onlinezeitung.Aus ihr sind Auszüge dieses Artikels und das Bild oben entnommen.ttps://thewire.in/
https://thewire.in/media/covid-19-migrant-crisis-public-opinion-modiArundhati Roy: ‘Die Pandemie ist ein Portal’
Die Romanautorin und Aktivistin für Menschenrechte darüber, wie das Coronavirus Indien bedroht – und was das Land und die Welt als nächstes tun sollte   …………….         Am 24. März um 20.00 Uhr erschien Modi erneut im Fernsehen, um anzukündigen, dass ab Mitternacht ganz Indien unter Quarantäne gestellt werde. Die Märkte würden geschlossen. Jeglicher Transport, sowohl öffentliche als auch private, würde verboten werden.

Er sagte, er treffe diese Entscheidung nicht nur als Premierminister, sondern als Ältester unserer Familie. Wer sonst kann ohne Rücksprache mit den Regierungen der Bundesstaaten, die mit den Folgen dieser Entscheidung fertig werden müssten, entscheiden, dass eine Nation von 1,38 Milliarden Menschen ohne jegliche Vorbereitung und mit einer Vorankündigungsfrist von vier Stunden eingeschlossen werden soll? Seine Methoden erwecken definitiv den Eindruck, dass Indiens Premierminister die Bürger als eine feindliche Kraft betrachtet, die in einen Hinterhalt gelockt, überrascht, aber nie vertraut werden muss.
…….
 Jeder der gehenden Menschen, mit denen ich sprach, war besorgt über das Virus. Aber es war weniger real, weniger präsent in ihrem Leben als drohende Arbeitslosigkeit, Hunger und die Gewalt der Polizei. Von allen Menschen, mit denen ich an diesem Tag sprach, darunter eine Gruppe muslimischer Schneider, die erst vor Wochen die antimuslimischen Angriffe überlebt hatten, beunruhigten mich die Worte eines Mannes besonders. Es war ein Zimmermann namens Ramjeet, der plante, den ganzen Weg nach Gorakhpur nahe der nepalesischen Grenze zu laufen.

“Als Modiji dies beschloss, hat ihm vielleicht niemand von uns erzählt. Vielleicht weiß er nicht von uns”, sagte er.

“Uns” bedeutet ungefähr 460 Millionen Menschen.

Der ganze Artikel hier:
https://www.ft.com/content/10d8f5e8-74eb-11ea-95fe-fcd274e920ca
  The Wire ist eine indische Onlinezeitung ttps://thewire.in/ Hier findet man weitere Artikel zu Corona in Indien. zum Beispiel hier:
https://thewire.in/media/covid-19-migrant-crisis-public-opinion-modi

In den Plantagen und Dörfern ging die Arbeit weiter. Pastor Pandila berichtet: Der Lockdown erlaubte die Arbeit auf den Feldern und in den Plantagen. Es ist gerade die heißeste Jahreszeit in dieser Region und Mensch und Natur wartet auf den Monsun , der in der Regel im Juli kommt.

Bild oben: So soll die Plantage der Zukunft aussehen. Dann soll auch die Neupflanzung in der  Plantage in Laksmipur in die zweite Etappe gehen. 7000 Kaffeepflanzen werden unter die neuen Schattenbäume aus dem Vorjahr gesetzt und ein weiteres 1/8 der Gesamtfläche wird mit verschiedenen Schattenbäumen bepflanzt. Die ganze Mannschaft aus Holdibad mit Familien und Helfern will in einem Workcamp in Lakshmipur diese Arbeit durchführen. So der Plan. Adivasipfeffer kommt auf den WegFamilie Santa sitzt am Tisch und reinigt und verpackt den Pfeffer. Plastiktüte plus Karton plus Stoffumhüllung, genäht. So werden per Luftpost die Vorboten der neuen Pfefferernte versandt. Flugpfeffer. Der Großteil soll mit dem Schiff kommen.  Wegen des Lockdown hat die Spedition dort die Pakete nicht angenommen. Das war vor 4 Wochen. Nun endet bald der Lockdown und der Pfeffer kommt.

Unser Mitarbeiter Daudo Sirka aus Lakshmipur ist verstorben Lieber Pandila,
Im Frühjahr trafen wir Daudo bei unserem Mitarbeitertreffen. Er wirkte auf mich deutlich gealtert, aber immer noch gesund. Er war ein sehr engagiertes Mitglied unseres Teams AAABB und auch in seinem Ruhestand bis zu seinem Tod war er immer daran interessiert, wie das Projekt weitergeführt werden würde. Bitte übermittele seiner Frau und seiner Familie unser Beileid. Wir trauern um Daudo Sirka. Ich denke mit Dank und Freude an diesen Mann, den ich vor 12 Jahren in der Klinik in Sapta Maha kennen gelernt habe. Damals arbeitete er teils als Gesundheitshelfer in Sapta Maha und teils als Kaffeebauer in Lakshmipur. Daudo hatte alles von Annemarie Gieselbusch gelernt und sich dann selbst eine Menge medizinisches Wissen angeeignet. So war er in Lakshmipur als medizinischer Berater sehr angesehen. Ein wirklich anständiger, hart arbeitender Mann, der viel für das Projekt und für seine Gemeinde getan hat.
Oluf Hübner Direktor AAABB

Daudo Sirka Bild unten 2. von links, auf seiner kleinen Farm auf der Plantage in Lakshmipur. 

Für den Wiederaufbau der Plantage in Lakshmipur ist im letzten Jahr ein Spendenaufruf gestartet. Diese große Maßnahme kann nicht aus den laufenden Kaffeeeinkünften finanziert werden. Für dieses Jahr werden wieder 2000 Euro gebraucht.
Das Spendenkonto ist eingerichtet bei dem Zentrum für Mission und Ökumene in Hamburg
IBAN: DE77 5206 0410 0000 1113 33 BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank
Stichwort AAABB-Lakshmipur
Spendenquittungen werden am Jahresende ausgestellt und zugeschickt. Die Spende ist steuerlich absetzbar. Wir danken allen Spendern, die für die Neupflanzung der Plantage in Lakshmipur gespendet haben. Die Namen der Spender dürfen aus Datenschutzgründen nicht genannt werden, was ich schade finde. Die letzte große Spende kam aus einem Open-Air-Gottesdienst in einer Gemeinde im Nordosten Schleswig-Holsteins. Soviel darf wohl gesagt werden. Vielen Dank allen Spendern. Impressum:
Adivasikaffee
Johannes-Henry-Str.1
53113 Bonn

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